Februar 2022: Schwarz-Weiss

Ein Werk aus der Sommerakademie 2021. Eigentlich male ich immer mit einem Motiv bzw. einer Idee im Kopf. In der Sommerakademie werde ich allerdings «angeleitet» einfach mal drauflos zu malen. Also habe ich «ohne Motiv» begonnen, mich ganz auf den Kontrast von Schwarz und Weiss mit all den Grautönen konzentriert. Zunächst nur Flächen, Strukturen herausgearbeitet und mich dann dem Eindruck von Licht und Schatten gewidmet. Schließlich kommen noch ein paar gezieltere Striche dazu, die den Eindruck von Menschen erzeugen. Mit einem ebenso gezielten Schatten der «Personen» (es könnten auch Spiegelungen sein) gelingt es, die Fantasie des Betrachters in Gang zu setzen.
Normalerweise möchte ich immer malen, was ich sehe, bzw. wie ich es sehe. Das ist ggf. für den Betrachter unspannend. Arbeiten wie diese sind deshalb besonders interessant, weil das Bild erst im Kopf des Betrachters entsteht. 

Etwas anders ist die Herangehensweise beim Sechsklang. Hier habe ich auch spontan und impulsiv gemalt, mich aber nicht an Strukturen und Flächen versucht sondern eine (emotionale) Linienführung in 6 Variationen «gezeichnet» (ähnlich der Tuschemalerei). Danach habe ich mit den Möglichkeiten der Acrylfarbe den Linien mit teilweiser Ausmalung noch mehr Struktur gegeben.  Verzichtet habe ich darauf,  mit gezielten Ergänzungen «meine Fantasien» in  diesen Variationen anzudeuten. Hier möchte ich dem Betrachter ganz allein überlassen was er erkennt – und entsprechend vielseitig ist auch die Rückmeldung. 

 

Siehe auch Sommerakademie 2021