mit dem Skizzenbuch durch Bremerhaven

«Urban Sketching», VHS-Kurs mit Martina Reichelt vom 25.4. bis 29.4.22.
Das war eine perfekte «Sketching-Woche». Bei bestem, sonnigen – auch manchmal windigem Wetter sind wir mit einer kleinen, harmonischen Gruppe in Bremerhaven unterwegs und fertigen schnelle Skizzen an (3 bis 15 Minuten). Es hat etwas von Urlaub: man kommt zur Ruhe, lässt sich Zeit um Bilder und Eindrücke aufzunehmen und aufs Papier zu bringen – eine intensive Art eine Stadt zu erkunden. Für mich ist das wie ein kleiner «Aktiv-Urlaub».
Dabei profitieren wir natürlich von der Anleitung durch Martina – Theorie der Perspektive, Betonung von Licht und Schatten, Reduzierung auf die wichtigen Linien und Formen. Aber auch die Auswahl der Motive ist interessant. Martina öffnet uns neben den Bremerhavener Highlights auch die Augen für die Reize von eher alltäglichen Blickwinkeln. Darüber hinaus profitieren wir auch in der Gruppe voneinander.
Die unterschiedlichen Techniken und Betonungen in den Skizzen der Teilnehmer geben bei den gemeinsamen Besprechungen Input für die Erweiterung der eigenen Herangehensweise. So habe ich z.B. gelernt meine bisher nicht genutzten Aquarellstifte einzusetzen. Meine «suchenden» Fineliner-Striche mit den dadurch etwas unruhigen Skizzen kann ich  so wunderbar beruhigen.  Durch aquarellierte Flächen mit Licht und Schatten sowie der Betonung relevanter Linien mit einer markanten Aquarellfarbe gewinnen die Skizzen an Tiefe und Ruhe. Ein bisschen Farbe kann auch nicht schaden – wobei ich sicher zukünftig hierbei weiterhin vorsichtig bleibe – von Ausnahmen mal abgesehen (Sonnenuntergang,…). 
Das hat Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die nächste Woche «Urban Sketching».   

 

 

Zeichnen-Workshop Winter 21/22

Im Winterhalbjahr 21/22 habe ich Dienstag-Abend an einem offenen Atelier in der VHS teilgenommen und mich dabei ganz aufs Zeichnen konzentriert. Zum einen muss man nicht viel Material mit sich schleppen, zum anderen kann man in 2,5 Stunden auch schon eine einigermaßen vollständige Zeichnung hinbekommen – zumal wenn man mit Kohle arbeitet und so zwangsläufig auf Details verzichtet. Und schließlich vor allem auch: weil ich gerne zeichne und glaube, dass mir das Zeichnen sehr liegt. So habe ich einige Portraits und Ansichten meiner alten Heimat in Essen als auch der neuen Heimat in Bremerhaven erstellt:

 

 

Sommerakademie 2021

«Faszination Farbe» mit Gerhard Scharnhorst 
«Farben sind Träger von Gefühlen und in der Malerei das Gestaltungsmittel Nummer eins. … Ihre starke, sinnliche Wirkung regt unseren Malprozess  an und gibt dem Bild seine emotionale Kraft.»

Wie schon in der Sommerakademie 2017 stellt mich Gerhard  auf eine harte Probe. «Einfach drauflos, lass die Farbe explodieren».  Wenn ich beim Malen an nichts gedacht habe, haben die Ergebnisse oft schnell den Gefallen des Dozenten gefunden. Immer wenn ich «heimlich» ein Motiv im Kopf hatte und Farbe und Form dann in diese Richtung manipuliert habe – oder wenn ich nach dem ersten «Wurf» ein Motiv in dem Bild entdeckt habe und dieses herausarbeiten wollte, dann wurde es mühsam. Die Verbesserungsvorschläge von Gerhard haben mich noch einige Kraft gekostet – in der Regel war das Resultat zum Schluss aber ok.

Einmal habe ich mich beim Anschauungsmaterial (einem Bild von Ingelore Kreienborg) bedient und den farbenfrohen Stier nachempfunden. Das ist mein Lieblingsbild unter den Ergebnissen der Sommerakademie.

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Radtour am Nordostseekanal

Unser erste richtige Radtour mit EBikes führt uns entlang des Nord-Ostsee-Kanal. Mit der neuen Fähre Cuxhaven-Brunsbüttel queren wir die Elbe. Auf Wirtschaftswegen links und rechts des Kanals lässt es sich prima radeln. Interessante Schiffsbegegnungen, imposante Brückenbauten, Uferwechsel mit den kostenlosen Fähren und auch einige Schleifen durchs Hinterland sorgen für viel Abwechslung. In 2 Etappen erreichen wir Rendsburg. Von hier aus machen wir 2 Tagesrundtouren: einmal bis zum Ende des NOK, dann entlang der Kieler Förde und zurück durch die hügelige Landschaft entlang des Westensee. Eine 2 Tour führt uns durch die Hüttener Berge zur Ostsee nach Eckernförde – und das Wetter lädt zu mehreren Badepausen ein.

Für den Rückweg haben wir uns die Nordsee-Route ausgesucht. Zunächst radeln wir entlang der Eider bis Friedrichstadt – ein wunderschöner Ort. er wurde vor 400 Jahren von holländischen Glaubensflüchtlingen gegründet und erinnert mit seinen Grachten und Giebelhäusern an Amsterdam. Auch hier nutzen wir den schönen Ausgangspunkt für eine Tagesrundtour entlang der Treene, durch Moor und Marsch nach Husum und entlang der Nordsee zurück. Kurz vor Friedrichstadt erwischt uns auch das erste und einzige mal ein heftiger Regenschauer.

Zurück nach Bremerhaven führt uns der Weg entlang der Eider bis zum Eider-Sperrwerk und dann weiter an der Nordseeküste bis Büsum. Mit einem Krabbenbrötchen am Hafen stärken wir uns für die Weiterfahrt. Die führt uns auf einem perfekten Radweg  direkt am Wasser bis zum NSG Speicherkoog. Wir fahren auf einem Damm zwischen den Wasserflächen Richtung Meldorf und verpassen die letzte Möglichkeit zu einer Getränkepause. Auf der Suche nach einem kühlen Getränk radeln wir kreuz und quer durch verschlafene Dörfer bis wir endlich eine Gaststätte finden. Belohnt werden wir nicht nur mit einem kühlen Radler, sondern auch mit einer schönen Strecke durch den Wald an der Geestkante nach St.Michaelisdonn, unserem letzten Quartier.

Auf der letzten Etappe besichtigen wir noch die Windmühle Edda und nehmen dann Kurs auf Brunsbüttel. Mit der Fähre geht es nach Cuxhaven und weiter auf bekannten Radwegen nach Hause.

Ein sehr schöne, abwechslungsreiche Radtour (660 km). Mit dem EBike ist nicht nur die Reichweite ein bisschen größer, sondern auch die Empfindlichkeit gegenüber dem irgendwie immer vorhandenen Gegenwind geringer. Gut war auch mit den Stationen in Rendsburg und Friedrichstadt nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln zu müssen.

Bremerhaven-Projekt

Sail City, 2020 Skizze

Im Corona-Jahr 2020 habe ich mich schwerpunktmäßig auf Bremerhaven-Motive gestürzt.
Eigentlich ist die Idee schon älter. In 2016 habe ich in der Sommerakademie den Kursus «urban sketching» belegt. Unter den «schnellen Skizzen» waren auch einige Motive, die ich schon immer mal in einem Gemälde verarbeiten wollte. 
In 2020 habe ich dann zunächst den Fundus an groben Skizzen und Entwürfen erweitert.

 

Erste Umsetzungen in Öl haben es dann noch in den Kalender 2021  geschafft.

Wümme-Radweg

Wümme-Radweg 2019, aquarellierte Skizze

Anfang August nutzen wir eine freie Woche für eine Radtour. Wir entscheiden uns für den Wümme Radweg. Er führt mit einer Nord- und einer Südroute von der Weser bis in die Lüneburger Heide. Da es genügend Querverbindungen gibt, zerlegen wir den Radweg in 4 Rundtouren und ersparen uns dadurch den täglichen Quartierwechsel.
Insgesamt sind wir vom Radweg nicht begeistert. Für denjenigen, der dem Autoverkehr entfliehen will, führen zu viele Abschnitte an stark befahrenen Strassen entlang. Für denjenigen, der eine Radtour am Fluss machen will, versteckt sich die Wümme doch sehr erfolgreich. Sie ist eben eher nur ein Bach, den man hin und wieder überquert – außer im unteren Abschnitt, der wirklich sehr schön ist. Ein Highlight ist natürlich auch der östliche Abschnitt durch den Naturpark Lüneburger Heide – erst recht wenn die Heide blüht.
Nimmt man allerdings die Sonnenbrille ab, ist das violette Farbenmeer nur noch halb so prächtig. Der Maler kann natürlich die Farben so kräftig wählen wie ihm zu Mute ist, und allen anderen empfehle ich die Sonnenbrille, wenn es mal zu fade werden sollte.

Sommerakademie 2019

Expressive Malerei  mit Carmelo Cicero

Acryl 2019, 100 x 80 Thema: «Blau, Weiss, Rot»

Spontan und impulsiv malen, selten mit dem Pinsel, häufig mit dem Farbtopf auf die am Boden liegende Leinwand, dann den Verlauf mit leichten Bewegungen der Leinwand und reichlich Wasser  steuern, den Zufall nutzen und weiter bearbeiten oder auch wieder zerstören.
Es kostete mich einige Zeit die Hemmungen abzulegen, das gegenständliche Motiv, welches mich beim Malen immer leitet aus dem Kopf zu bekommen,
mich frei zu malen. Continue reading «Sommerakademie 2019»

Workshop März 2019

Erinnerungen nach Fotos zeichnen mit Antonio Velasco Munoz

2019 Geborgenheit

Im Wochenend-Workshop am 30./31.März haben wir bei Antonio Portraits und Familienerinnerungen nach Fotos gezeichnet. Die Ausstellung von Antonio in der Arbeitnehmerkammer in den Wochen zuvor war für den Workshop Motivation und Inspiration.  
Es hat Spaß gemacht sich mal wieder mit Kohle auszutoben.
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